Schüler/innen lernen Energievisionen kennen
06.10.2019

Schüler/innen lernen Energievisionen kennen

„Die Multivision e.V.“ hat ein Projekt „Energievisionen2050“ ins Leben gerufen, in dem mögliche Zukunftsgestaltungen vorgestellt werden, um den Wandel auf eine weitgehend CO-2-freie Gesellschaft umsetzen zu können. Die Inhalte dieses Projektes wurden den Schülerinnen und Schüler der Realschule und Montessori-Gesamtschule am Donnerstag, den 26.09.2019, von den Projektleitern dieses Vereins erläutert. Dafür kamen jeweils ein bis zwei Schuljahrgänge der beiden Schule in der großen Aula der Realschule zusammen.

Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt Sendenhorst, Herrn Streffing, führte der Projektleiter die Jugendlichen in die Thematik ein und verdeutlichte ihnen, das jeder Mensch täglich Energie für unterschiedliche Dinge brauche, wie z. B. für Licht, für Wärme, zum Kochen etc. Die ursprüngliche Energie käme von der Sonne. Durch die Wärme liefere sie Energie, die von Bäumen gespeichert werde. Diese Energie zeige sich dann in den Früchten, die die Menschen für die Nahrung nutzen würden, aber auch in den Baumstämmen, aus den Möbel hergestellt würden oder in dem Holz, mit dem man Feuer machen könne. Der Mensch habe abervor ca. 200 Jahren mit der Verbrennung von Rohstoffen wie Kohle oder Öl begonnen, um mehr Energie zu erzeugen, wodurch CO-2 entstand und entstehe, was verantwortlich für den Klimawandel sei, weil es zu viel sei, um im natürlichen Kreislauf abgebaut zu werden. Die weltweite Durchschnittstemperatur hätte sich seit Beginn der Messung um 1,1°C erhöht. Wenn es nicht gelingen würde, diese Erderwärmung auf 1,5°C - 2°C zu begrenzen, komme es zu der Frage, ob Menschen auf diesem Planeten noch leben könnten. In einem Film wurde bspw. die Trockenheit in der Sahara dargestellt, wo die Menschen leiden würden, die am wenigsten zum Klimawandel beigetrage hätten. Oder es wurdeerläutert, dass jährlich Eisflächen von der Größe des Saarlandes schmelzen würden. Wenn dies so weiter gehe, würde der Meeresspiegel um 7 m steigen, was zu unvorhersehbaren Folgen führen würde. Dann wäre die Erde nicht mehr wiederzuerkennen. Ein Anstieg von 1 m, was noch bis Ende dieses Jahrhunderts zu erwarten sei, wenn der CO-2-Ausstoß nicht begrenzt werde, führe bspw. dazu, dass das Land Bangladesch verschwinden und es zu großen Flüchtlingswellen kommen würde. In dem Filmwurde auch deutlich gemacht, dass es drei bis vier Erden brauchen würde, wenn auch die Menschen aus den Entwicklungsländern denselben Energiebedarf hätten wie die Menschen aus Europa.

Im Pariser Klimaabkommen sei die Begrenzung der Temperatur auf 1,5 °C als Ziel festgelegt. Der CO-2-Ausstoß müsse dafür um 95 % gesenkt werden. Das erfordere ein komplettes Umdenken im täglichen Leben. Der Projektleiter verdeutlichte den Schülerinnen und Schüler diesen hohen Prozentsatz daran, dass er sie zunächst bat, aufzustehen und dann nach und nach wieder hinzusetzen, bis von den anwesenden 200 Schüler/innen nur noch 5 %, nämlich 10 Schüler/innen standen. Man müsse sich daher mit dieser Vision eines Wandels auseinandersetzen, um das große Ziel erreichen zu können. Und hier sei jeder Einzelner gefragt, denn durchschnittlich produziere jeder Mensch 11.000 kg CO-2 pro Jahr und dies müsse somit um mehr als 10.000 kg gesenkt werden. Die Anwesenden könnten ihre Zukunft jetzt selbst gestalten, die gefährdet sei.

 

Den Schüler/innen wurden eine Vielzahl von Beispielen für den Wandel im Energieverbrauchvorgestellt. So hätte „Jugend forscht“ schon neue Batterien mit einer längeren Laufzeit entwickeltund die Projektgruppe „plant for the planeterhöht durch das Anpflanzen neuer Bäume den Baumbestand, damit CO-2 aus der Atmosphäre abgebaut werden könne. Es würde darüber hinaus derzeit ein Kleinbus namens „peoplemover“ entwickelt werden, der nur 15 Personen befördern könnte, aber abweichend von den bisherigen Linien zu den Leuten nach Hause zu freien Uhrzeiten käme und damit die Autos überflüssig machen solle. Es gab viele weitere Beispiele wie der Verzicht auf Flugreisen und der bewusste Konsum mit nachhaltigen Produkten.

Der Vortrag dauerte ca. 90 min. und war aufgeteilt in Gespräche des Projektleiters mit den anwesenden Jugendlichen zu ihren Kenntnissen, Erfahrungen und Ideen, in drei Filme und in mehrere Grafiken und Bilder, in denen die Fakten, aber auch die möglichen Zukunftsmodelle vorgestellt wurden. Er endete mit der Botschaft an alle Schülerinnen und Schüler, nicht abzuwarten, sondern zu handeln, weil mit jeder noch so kleinen Aktion etwas bewirkt werde undvielleicht sogar etwas Großes wie die Aktion von Greta Thunberg oder man Erfinder von neuer Technologie werde. Alles sei möglich!

Die Schulen sind mit Zusatzmaterial ausgestattet worden, so dass auch nach dieser Vortragsveranstaltung mit den Schülerinnen und Schülern in den Schulen weiter an dem Projekt der „Energievision2050“ gearbeitet werde.

Über die Internetseite evi2050-nrw.de können alle Interessierten weitere Informationen einholen.

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