Demonstration der Montessori-Gesamtschule für das Klima
06.10.2019

Die Aktion „Fridays for future“ hat erstmals an alle Erwachsene appelliert, sich den Protesten am 20.09.2019 anzuschließen. Dieser Aufruf war bewusst gewählt, weil an diesem Tag die Spitzen der Koalition im Kanzleramt über Maßnahmen zum Klimaschutz beraten.

Die Schülerinnen und Schüler der „Schule ohne Rassismuss“-AG sowie der in diesem Schuljahr neuen „Monte for future“-AG haben sich für diesen Tag in Eigeninitiative überlegt, dass sie bei der Stadt Sendenhorst einen Antrag auf Klimanotstand stellen wollen. Die Erklärung des Klimanotstands durch Verwaltungen bedeutet, dass sie erklären, dass es eine Klimakrise gibt und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen, diese zu begrenzen.[Diese Idee zu dem Antrag war der Anlass dazu, eine eigene "Klima-Demo" in Sendenhorst durchzuführen und alle Schülerinnen und Schüler der Schule, das Lehrerteam und auch die Eltern zur Teilnahme aufzurufen. Gegen 10.00 Uhr versammelten sich ca. 100 Schülerinnen und Schüler sowie ca. 10 Lehrer und einige Eltern im Foyer der Schule, um gemeinsam zum Rathaus zu ziehen. Wie man aus den Reihen hörte, waren ein anderer Teil der Schülerinnen und Schüler nach Münster gefahren, um sich der dortigen Demonstration anzuschließen. Die große Gruppe in Sendenhorst trug selbsthergestellte Plakate mit den Forderungen zum Klimaschutz. Die Demonstration war angemeldet und genehmigt worden, so dass die Polizei die Demonstration unterstützte und die Straße tlw. absperrte, damit alle Teilnehmer laut protestierend durch die Stadt ziehen konnten: „Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns unsere Zukunft klaut.“ Mit dieser und weiteren Parolen wurden die Sendenhorster Bürger auf die Demonstration aufmerksam. Viele Menschen am Straßenrand hoben den Daumenund signalisierten den Schülerinnen und Schüler damit Mut, dass sie das Richtige tun. Vor dem Rathaus wurde die Gruppe dann richtig laut und forderte, dass der Bürgermeister sich zeigte. Dieser war bedauerlicherweise gar nicht vor Ort. Eine Gruppe von acht Schülerinnen und Schüler ging mit dem vorbereiteten Antrag ins Rathaus, um auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen: Die steigenden Temperaturen, die eintretende Trinkwasserknappheit, das Artensterben und die überhitzten Regionen, die zu weiteren Flüchtlingswellen führen würden. Die Schülerinnen und Schüler erläuterten in dem Antrag, dass es ihnen nicht egal sei, was mit ihrer Zukunft passiere: „Wenn wir jetzt damit anfangen, können und werden wir ein Vorbild für andere Städte und Schulen sein.“

Da auch der Vertreter des Bürgermeisters nicht anwesend war, empfing der Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung und Umweltschutz, Herr Huth, die Schülergruppe, nahm den Antrag entgegen und erläuterte dazu, dass die Schülerinnen und Schüler auf offene Ohren stoßen würden. Es brauche solche Bürgeraktionen, damit die Politiker schneller handeln könnten. Er werde den Antrag noch im September in eine der Ratssitzungen nehmen und die Beratung darüber gleich für den Anfang einer solchen Sitzung planen. Da die Sitzung öffentlich sei, könnten die Schülerinnen und Schüler teilnehmen und müssten dann nicht so lange warten. Danach traten die Demonstrationen den Rückweg an. Im Foyer der Schule wurde über das erzielte Ergebnis berichtet. Lena als Leiterin der „Schule ohne Rassismus“-AG erläuterte abschließend: „Der Lärm, den ihr vor dem Rathaus gemacht habt, als wir drinnen waren, hat uns Mut gemacht, unsere Forderungen deutlich zu machen. Danke für Eure Unterstützung.“ Voraussichtlich werden die Klassenvertreter und die Mitglieder der beiden AGs an der Ratssitzung teilnehmen und den Mitschüler/innen dann im Nachgang darüber berichten. Durch die Aktion wurde Politik lebendig: Die Schülerinnen und Schüler haben erfahren, was sie durch ihr Tun bewirken können.

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